Aktiv nach Krebs

Am 25. Mai 2017 wurde unser zweites Pink Paddling Boot in Tübingen getauft.



Das Schwäbische Tagblatt berichtete wie folgt:

Krafttier, Wächter, Glücksbringer

Frauen nach Krebs Die Initiative "Pink Paddling" taufte ein neues Drachenboot

Taufe 2. Pink Paddling Boot am 24. Mai 2017: Foto: Carolin Alb (Schwäbisches Tagblatt)Tübingen. Oberbürgermeister Boris Palmer spießt Papiergeldscheine auf ein Schwert und erweckt den Drachen mit einer chinesischen Taufzeremonie zum Leben. So international agiert Palmer immer dann, wenn eine Bootstaufe eines neuen Drachenbootes ansteht. Nachdem 2013 das erste Drachenboot namens "Katja" ins Wasser ging, folgte am Mittwochenachmittag nun "Chris".

Die Boote gehören "Pink Paddling", einer weltweiten Initiative, die Frauen nach Brustkrebs zum Paddeln bewegt. Markus Hahn, Leitender Oberarzt an der Frauenklinik, hat "Pink Paddling" in Wiesbaden kennengelernt - damals die einzige deutsche Paddelgruppe gegen Brustkrebs. Die Idee ließ ihn nicht mehr los, sodass er vor vier Jahren die Tübinger Gruppe gründete. Mittlerweile trainieren hier drei Teams. Von einer "großen Pink-Paddling-Familie" sprach Diethelm Wallwiener, der Chef der Frauenklinik.

Eine Erfolgsstory sei das und wichtig für Krebspatientinnen, sagt Hahn: "Während man vor rund 30 Jahren noch der Meinung war, Schonung sei das Beste nach der Brustkrebsbehandlung, weiß man nun, dass Sport die Heilung und die Lebensqualität nach der Erkrankung positiv beeinflusst. Paddeln ist optimal, um Muskeln aufzubauen, gegen Lymphprobleme vorzugehenund der Selle etwas Gutes zu tun."

Christine Tetzlaff, die Leiterin der Regionalgruppe Tübingen der Frauenselbsthilfe Krebs, bedankte sich bei allen Sponsoren und Unterstützern wie Christian Erbe und Susanne Thede: "Das bringt eine Lebensqualität, die man nicht beschreiben kann." Das übertrage sich sogar auf Zuschauer: "Wenn Leute uns Paddler sehen, applaudieren sie und feuern uns an." Auch Klinikums-Chef Michael Bamberg zeigte sich beeindruckt: "Kompliment an die Paddelfrauen, die sich sportlich engagieren und ihrem Leben einen neuen Sinn geben." Und Landrat Joachim Walter sieht die Sportlerinnen in einem Drachenboot gut aufgehoben: "Der Drache ist ein Krafttier, ein weiser Lehrer, Wächter und Glücksbringer."

Und medizinisch seien die Frauen am Tübinger Universitäts-Brustzentrum gut aufgehoben, sagte Markus Hahn: "Es ist eines der besten in Deutschland, und weltweit haben wir hier eine der besten Überlebens-Raten. Wir Tübinger müssen froh und dankbar und stolz sein, dass wir das Brustzentrum in unserer Region haben. So sieht das auch Boris Palmer. Den Ärzten versprache er neu Flächen für eine Ausweitung des Klinikums, wenn diese neue Lösungen fänden und Platz für weitere Forschungsmöglichkeiten bräuchten. Und noch ein Versprechen gab er: Sollten die Tübinger "Pink Paddlers" ein weiteres Boot erhalten, bekämen sie auch einen der raren und heiß begehrten Anlegeplätze. Jedes Mal war der Jubel groß. (Carolin Alb)

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Der GEA Reutlinger Generalanzeiger berichtete wie folgt:

Paddeln hilft: Aktivitäten der Frauenselbsthilfe nach Krebs

Taufe 2. Pink Paddling Boot. Foto: GEA Reutlinger Generalanzeiger JKTübingen. Sie haben eine schwere Krankheit überwunden. Sie sind aktiv. Und sie helfen anderen, die ein ähnliches Schicksal erleiden. Christine Tetzlaff und ihre Mitstreiterinnen bei der Frauenselbsthilfe nach Krebs haben jetzt ein zweites Boot angeschafft und getauft.

"Paddeln fördert den Lymph-Abfluss, baut die Brustmuskulatur auf, verbessert Koordination, Konzentration und die Verbindung von Körper, Geist und Seele", sagt Tetzlaff. Die Paddlerinnen sind in ihren auffälligen pinkfarbenen T-Shirts nicht nur auf dem Neckar unterwegs, sondern nehmen auch erneut an einem Rennen durch Venedigs Kanäle teil. Demnächst gtibt's außerdem einen Wettstreit zwischen den Tübingerinnen und Patientinnen aus München, Augsburg und Ulm.

"Nur die Betroffenen können nachempfinden, was das bedeutet", sagt der Chef der Uniklinik, Michael Bamberg, der Leiter des Brustzentrums, Diethelm Wallwiener, und der Leitende Oberarzt Markus Hahn unterstützen die Aktivitäten der Frauenselbsthilfe nachdrücklich. Die Stadt Tübingen stellt einen Liegeplatz für die Boote bereit. Die Neuanschaffung war möglich, weil Teilnehmer beim Tübinger Stadtlauf 8500 Euro spendeten und Firmenchef Christian Erbe sowie Familie und Mitarbeiter 10000 Euro beisteuerten. Andreas Dietrich vom Sportinstitut leitete die Tauf-Zeremonie nach chinesischem Vorbild, Landrat Joachim Walter war einer der Taufpaten.

Von 2013 bis heute haben die Ärzte der Uniklinik in Tübingen 5000 Brust-Operationen vorgenommen. (-jk)

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