Aktiv nach Krebs

Frauenselbsthilfe nach Krebs Bundesverband e.V.

Entstehung und Entwicklung

Die Frauenselbsthilfe nach Krebs wurde 1976 auf Initiative von Frau Ursula Schmidt und weiteren 15 Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren, gegründet. Sie fühlten sich medizinisch gut versorgt, aber mit der Diagnose Krebs allein gelassen. Ihr persönliches Schicksal war Beweggrund für den Aufbau einer Organisation, die

  • die ungegügende Versorgung brustamputierter Frauen verbessert,
  • den nach medizinischer Behandlung allein gelassenen Kranken auffängt,
  • die Krankheit Krebs aus der Tabuzone hebt und
  • Betroffene zu einer Gemeinschaft verbindet, die von Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Toleranz gepägt ist.

Der solidarische Zusammenschluss fand bundesweit Beachtung. Das Fünf-Punkte-Programm mit dem Motto "Krebskranke helfen Krebskranken" verbreitete sich sehr rasch und sprach nicht nur Menschen mit Brustkrebs an, sondern alle von der Krankheit Krebs Betroffenen. Bereits 1979 wurden mit 90 Gruppen fünf Landesverbände gegründet. Von weitreichender Bedeutung war, dass die Deutsche Krebshilfe die Schirmherrschaft und finanzielle Förderung des Verbandes übernahm.

Im medizinischen Bereich setzten nach anfänglichen Widerständen und ablehnender Haltung gegenüber der Selbsthilfebewegung Phasen der Neugier und Annäherung ein, die allmählich in Anerkennung und Akzeptanz mündeten. So erlangte auch die Frauenselbsthilfe nach Krebs einen festen Platz im Gesundheitssystem und begann sich zu professionalisieren.

Die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglichte in den neuen Bundesländern den Aufbau von zahlreichen Gruppen und weiteren Landesverbänden. Der Verband wuchs durch die notwendige und wertvolle Arbeit ständig an bis zur heutigen Größe von einem Bundesverband, zwölf Landesverbänden und 430 Gruppen mit 48.000 krebskranken Menschen (Stand Juni 2004).

Die Frauenselbsthilfe nach Krebs hat Pionierarbeit bei der Verbreitung der Selbsthilfeidee geleistet. Sie hat einen wesentlichen Beitrag zur Krankheitsbewältigung und zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation erbracht.

Sie hat als 6. Punkt im Jahre 2001 die Interessenvertretung Krebskranker in gesuchtheits- und sozialpolitischen Gremien in ihr Programm aufgenommen.

02.09.1976
Erster Aufruf in der Zeitung "Mannheimer Morgen"

10.09.1976
Erstes Treffen von ca. 15 brustamputierten Frauen im Wartburg-Hospiz in Mannheim. Gründung der Gruppe Manheim.

28.01.1977
Erster Rundbrief von Ursula Schmidt und Veröffentlichung des Fünf-Punkte-Programms.

26.11.1977
Gründung des Vereins Frauenselbsthilfe nach Krebs im Wartburg-Hospiz in Mannheim.

Dezember 1977
Mitgliedschaft im DPWV.

Januar 1978
Mitgliedschaft in der BAG Hilfe für Behinderte.

13.01.1978
Eintragung in das Vereinsgerister des Registergerichts Mannheim VR 1027.

07./09.02.1979
Schirrmherrschaft und finanzielle Förderung der Deutschen Krebshilfe (Vorgespräche 1978).

08.09.1979
Gründung des Bundesverbandes und der Landesverbände Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

1980
Gründung der Gruppe Tübingen im Landesverband Baden-Württemberg.

09.03.1991 bis 11.11.1999
Gründung der Landesverbände Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Hamburg/Schleswig-Holstein.

August 2001
Erweiterung des Fünf-Punkte-Programms um einen weiteren sechsten Punkt: die Interessen Krebskranker sozialpolitisch und gesundheitspolitisch vertreten.

Aktiv nach Krebs

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
Gruppe Tübingen

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. - Gruppe Tübingen

Für Frauen und Männer mit Krebs

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Landkreise Reutlingen und Tübingen.

Pink Paddling Tübingen

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